Radicchio

Wer die italienische Küche liebt, kommt an Radicchio nicht vorbei. Obwohl seine bittere Note uns manchmal beim Zugreifen zögern lässt, ist er eins der schmackhaftesten Gemüse überhaupt. Die Blätter sind hinreißend zart, wirken verdauungsfördernd und appetitanregend und richtig kombiniert und zubereitet, landet er schnell auf der Best-of-Liste.

DER-GARTEN_Radicchio

Aussaat

Säe in kleinen Anzuchtschälchen aus und bedecke das Saatgut leicht mit Erde. Besonders lecker ist die Sorte Giuletta. Die zarten Blätter haben sind wunderbar zu verarbeiten und die ovalen Köpfe gut lagerfähig.

Die Keimtemperatur beträgt 20—25 °C und die Keimdauer 10—14 Tage. Pikiere die Pflänzchen in einzelne Töpfchen und setze sie mit einer Größe von ungefähr 10cm ins Beet.

Pflege und Ernte

Radicchio ist ein tolles Herbstgemüse, was Du bis zu den ersten Frösten im November ernten kannst. Ein lockerer, tiefgründiger Boden ist optimal. So kann sich die tiefe Pfahlwurzel gut nach unten ausbreiten. Während der Wachstumsphase verträgt Radicchio Trockenheit schlecht und sollte im Hochsommer ausreichend gegossen werden. Er braucht jedoch nur wenig Nährstoffe. Düngen ist kein Muss.

Der leicht bittere Geschmack entsteht durch den enthaltenen Stoff Lactucopikrin. Durch kurzes Einlegen in lauwarmes Wasser verliert er etwas davon und wird mild und schön.

Tipp   Für ein schnelles Dressing zerdrücke zwei Sardellenfilets, schmecke sie mit Zitronensaft ab und vermenge sie mit Olivenöl –
zu einer Paste.

Die Blätter eignen sich roh in einem knackigen Salat, aber auch leicht gedünstet oder als Zutat im Risotto. Hast Du Radicchio schon einmal in Kombination mit Blauschimmelkäse, Birne und Walnuss probiert? So lecker!

Pflanzenfamilie Korbblütler
Nährstoffbedarf gering