Tomaten vorziehen

Tomaten aus dem eigenen Garten sind nicht nur lecker, sondern machen auch mächtig stolz. Das Vorziehen von Tomaten ist gar nicht so schwer. Damit die Pflanzen kräftig und gesund werden, solltest Du sie während der Keimung an einem warmen Ort platzieren, danach kühler. Wie das genau funktioniert, erfährst Du hier.

Die Aussaat

Fülle nährstoffarme Erde in Anzuchtschalen oder kleine Pflanztöpfe. Alternativ kannst du auch Eierkartons oder wasserdurchlässige Obstschalen verwenden. Auch mit Erdpresstöpfen funktioniert die Anzucht. Wie du diese selbst herstellst, erfährst Du hier.

Drücke eine ca. 1 cm tiefe Mulde in die Erde und lege ein Korn des Tomatensaatguts in die Mulde. Bedecke dieses mit Erde. Danach wässern. Mit einer Gießbrause mit sanftem Strahl funktioniert das besonders gut.

Stelle Deine Töpfchen an einen warmen Ort mit einer Temperatur von 20–25 °C und halte die Erde stets feucht. Tomaten sind Dunkelkeimer. Während der Keimung brauchen sie kein Licht, aber auf jeden Fall eine warme Umgebung.

Nach der Keimung

Es ist wichtig, dass Deine Tomatenpflanzen langsam wachsen. Sobald das erste Grün spriesst, benötigen sie eine andere Temperatur und viel Licht. Stelle die Pflanzen nun bei 15–18 °C an ein helles Fenster. Alternativ kannst Du natürlich auch mit Pflanzenlampen arbeiten, aber ab Mitte März reicht das Tageslicht meistens aus.

Warte auf keinen Fall mit dem Umsiedeln. Bei mehr als 20 °C werden die Stengel in nur wenigen Tagen lang, dünn und instabil. So entwickeln Pflanzen nur wenig Widerstandskräfte. Lieber langsam wachsen lassen, dafür kräftig.

Solltest Du ein zweites Mal umpflanzen, weil die Pflanze einen größeren Topf benötigt, gehe gleichermaßen vor. So bildet Deine Pflanze noch mehr Nebenwurzeln aus. Mehr Wurzeln, mehr Nährstoffe, mehr Tomaten. Jippieh! 

Umpflanzen

Ab einer Größe von ca. 5 cm sollten die Pflänzchen das erste Mal in einen größeren Topf umgesetzt werden. Dafür füllst Du diesen mit Erde. Nun keine Anzuchterde mehr verwenden. Die Tomaten brauchen nun Nährstoffe. Setze die Pflanzen tiefer in die Erde als im vorherigen Topf. So bilden sie am Stengel Nebenwurzeln aus und können mehr Nährstoffe aufnehmen. Dabei kannst Du die Erde bis ca. 1 cm unter den ersten Keimblättern auffüllen.

Pflanzung im Freiland

Warte mit der Pflanzung im Freiland bis Mitte Mai. Auf diese Weise kannst Du sicher gehen, dass die Zeit der Nachtfröste vorbei ist und Deine Tomaten ohne Frostschäden wachsen können. Tomaten mögen geschützte Standorte an Hauswänden oder unter einem Dach. Das ist kein Muss bei Freilandtomaten, aber sonnig sollte es sein. Achte hierbei darauf, welche Standortbedingungen für Deine Sorte wichtig sind und plane schon jetzt die Umsetzung ins Freiland.

Im Gewächshaus kannst du mit der Pflanzung natürlich schon eher beginnen. Hier spielen Wettereinflüsse und die Temperaturen in unterschiedlichen Höhenlagen eine wichtige Rolle. Tausche Dich dazu aus: wie gärtnert man in Deiner Umgebung? Auch, wenn es mal nicht klappt. Nichts im Garten ist wichtiger als die Erfahrung. Keep on gardening. 🙂